Luzern und Zürich, 8. April 2020/ Den Bündner Rapper Gina-Marco Schmid aus Chur kennt man besser unter seinem Künstlername Gimma. Er tritt heute live auf artonair.tv um 18:30 auf. Gimma erzählt live aus seinem Wohnzimmer über das Business hinter der Musik, den Büchern, Labels, über Vertriebe, Verlage, Events, Bookings, Releases, Studios.... einfach all den ganzen Musikershit, der vermutlich nur Musiker und Musikerinnen interessiert. Nicht das übliche "mein neues Album ist toll", sondern eher eine unterhaltsame Lektion über das Musikbusiness der letzten zwei Jahrzehnte, gespickt mit unzähligen Anekdoten.

Die Texte Gimmas bewegen sich von witzig zu tiefsinnig bis zu rüpelhaft. Das persönliche Leid sowie das Leiden in der Welt werden genauso angesprochen wie die Damenwelt und sonstige Alltagsthemen. Gimma benutzt eine sehr direkte Sprache. Im Song Iisziit, ausgekoppelt aus dem Erfolgsalbum I gega d'Schwiz, verarbeitet Gimma ebenfalls seine Drogenkarriere mit schmerzhaften Niederlagen gegen die Sucht und deren Folgen. Im Jahr 2008 veröffentlichte er unter demselben Titel ausserdem ein Konzeptalbum um Iisziit, welches in Zusammenarbeit mit Claudio Bucher entstand. Des Weiteren zeigt sich Gimma für diverse Partytracks und Battle-Rap-Lieder verantwortlich.

Rapper Gimma ist längst nicht mehr der Bad Boy, der er einmal war. Dealerei und Drogenexzesse gehören der Vergangenheit an. Er schreibt Texte (2015 erschien sein "semiautobiografisches" Buch "Hinter dera Maska isches dunkel", "Anekdota vuma Ex-Promi" heisst sein neues Hörbuch) und liebäugelt als langjähriges Mitglied der Freien Liste Chur mit der Politik. Den Mund lässt sich Gian-Marco Schmid also nicht verbieten, seine Form der Rebellion findet inzwischen höchstens auf gesünderem Niveau statt.

Dem neuen Album "Kartellmusig" liegt eine wirtschaftliche Schandtat zugrunde: der 2018 aufgedeckte Bündner Baukartell-Skandal, bei dem Millionen von Franken unterschlagen worden sein sollen. Gimma war persönlich von der Geschichte betroffen - irgendwie. Er lebe nun mal in dem Teil der Welt, in dem dies passiert sei, sagte er zu Keystone-SDA.

Themen wie Hoffnung und Verzweiflung bilden den eigentlichen roten Faden - "Liachtblick", ein Song über das Licht am Horizont, "Aifach" über Liebe, Zweisamkeit, Halt oder "Irgendwia", das davon handelt, dass es immer irgendwie weiter geht, gehören zu den Kernstücken.

(Text teileise aus Bote der Urschweiz vom 6. Juni 2019)

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